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Zwischen 1951 und 1981, d.h. in der Zeit nach Indiens Unabhängigkeitserklärung, stieg die absolute Zahl der analphabetischen indischen Frauen von 158.7 Millionen auf 241.7 Millionen, dies entsprach 57 % aller Analphabeten, und 70% der nicht angemeldeten Kinder im Schulalter waren Mädchen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erkannten sowohl der Staat als auch die Regierung die zwingende Notwendigkeit, die Allgemeinbildung auf dem Lande, die der Schlüssel schlechthin zur Verbesserung der dramatischen Situation der unterprivilegierten Frauen ist, voran zu treiben.

Indiens positive demographische Struktur, ein Drittel der Bevölkerung ist unter 15 Jahren, liefert die Ressourcen für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft durch Bildung, vorausgesetzt, dass die Lebenserwartung der Kinder signifikant ansteigt. Fehlernährung, das Fehlen jeglicher frühkindlicher Versorgung und Erziehung sowie eines qualifizierten Bildungswesens, geschlechtsspezifische Ungleichheit, das Kastensystem, eine hohe Arbeitslosigkeit unter den armen und an den sozialen Rand gedrängten Bevölkerungsschichten führt zu weiterer Verarmung und Ausbeutung. Das vorherrschende Patriarchat tut noch sein Übriges, die Lage zu verschlimmern, indem es die Gewaltbereitschaft gegenüber den Frauen/Mädchen sowie deren Diskriminierung begünstigt.

Die letzten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts haben gezeigt, dass nur gerecht verteilte Chancen zwischen den Geschlechtern die Basis für einen menschlichen Fortschritt bilden. Die größte Herausforderung für die Zukunft besteht im Aufbau einer fruchtbaren Zusammenarbeit von Frauen und Männern, um gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen.
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